jW, 6.3.2012:
"Der ungarische Schriftsteller Akos Kertész hat in Kanada politisches Asyl beantragt. Der 79jährige Autor mit jüdischen Wurzeln sei am 29. Februar nach Kanada ausgereist und habe dort seinen Antrag gestellt, teilte sein Pressebüro am Sonntag mit. Kertész habe sich »nicht gegen Ungarn und das ungarische Volk entschieden, aber gegen die derzeitige Regierung« der Halbnazis um Viktor Orban. Nach einem sehr kritischen Artikel über seine Landsleute, der im August in dem in den USA erscheinenden ungarischen Magazin Népszava veröffentlicht wurde, hatte es eine politische Kampagne gegen Kertész einschließlich Morddrohungen gegeben. Unter anderem wurde dem Schriftsteller seine Ehrenbürgerschaft von Budapest aberkannt.
In dem Artikel hatte Kertész das ungarische Volk wegen seiner Rolle im Holocaust als »genetisch minderwertig« bezeichnet und seinen Landsleuten vorgeworfen, nie die Verantwortung für die Ermordung von mehr als 400 000 jüdischen Ungarn übernommen zu haben. Da Ungarn hierfür niemals um Entschuldigung gebeten habe, werde es auch keine »Absolution« erhalten. Später änderte Kertész seinen Artikel und strich die Formulierung »genetisch minderwertig«."
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lundi 5 mars 2012
Orban-Ungarn: Die Entzauberung des "Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts" EU
jW, 6.3.2012:
"Der ungarische Schriftsteller Akos Kertész hat in Kanada politisches Asyl beantragt. Der 79jährige Autor mit jüdischen Wurzeln sei am 29. Februar nach Kanada ausgereist und habe dort seinen Antrag gestellt, teilte sein Pressebüro am Sonntag mit. Kertész habe sich »nicht gegen Ungarn und das ungarische Volk entschieden, aber gegen die derzeitige Regierung« der Halbnazis um Viktor Orban. Nach einem sehr kritischen Artikel über seine Landsleute, der im August in dem in den USA erscheinenden ungarischen Magazin Népszava veröffentlicht wurde, hatte es eine politische Kampagne gegen Kertész einschließlich Morddrohungen gegeben. Unter anderem wurde dem Schriftsteller seine Ehrenbürgerschaft von Budapest aberkannt.
In dem Artikel hatte Kertész das ungarische Volk wegen seiner Rolle im Holocaust als »genetisch minderwertig« bezeichnet und seinen Landsleuten vorgeworfen, nie die Verantwortung für die Ermordung von mehr als 400 000 jüdischen Ungarn übernommen zu haben. Da Ungarn hierfür niemals um Entschuldigung gebeten habe, werde es auch keine »Absolution« erhalten. Später änderte Kertész seinen Artikel und strich die Formulierung »genetisch minderwertig«."
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samedi 25 avril 2009
Armenian Assembly of America brandmarkt Obamas Appeasement gegenüber türkischem Negationismus

RIA Novosti, 25.4.2009:
"Die armenische Diaspora in den USA hat Präsident Barack Obama vorgeworfen, sein Wahlversprechen nicht eingehalten und den Völkermord an Armeniern im Osmanischen Reich nicht anerkannt zu haben.
'Präsident Obama hatte eine Möglichkeit gehabt, in seiner Ansprache am 24. April den Genozid an den Armeniern (im Jahr 1915) anzuerkennen und einen neuen Kurs auf die Normalisierung der Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei zu verkünden', heißt es in einer Erklärung der Vereinigung der Armenier von Amerika (AAA/Armenian Assembly of America). Das Dokument liegt der Nachrichtenagentur RIA Novosti vor.
Am vergangenen Freitag hatte Obama eine Erklärung anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Genozids an den Armeniern im Osmanischen Reich abgegeben. 'In seiner Rede hatte er aber kein einziges Mal den Begriff ‚Genozid' gebraucht und somit sein Wahlversprechen verletzt, die Ereignisse von 1915 als Völkermord an den Armeniern anzuerkennen', heißt es in dem AAA-Schreiben.
1915 waren bei den Massakern im Osmanischen Reich mehr als 1,5 Millionen Armenier ums Leben gekommen. Uruguay war das erste Land, das 1965 das Geschehen im Osmanischen Reich als Genozid anerkannt hatte. Darauf folgten Russland, Frankreich, Italien, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Polen, Litauen, die Slowakei, Schweden, die Schweiz, Griechenland, Zypern, der Libanon, Kanada, Venezuela, Argentinien und 42 US-Bundesstaaten. Der Völkermord wurde auch vom Vatikan, dem Europaparlament und dem Weltkirchenrat anerkannt.
Die Vereinigung der Armenier von Amerika hat ihren Sitz in Washington sowie regionale Büros in Boston, Los Angeles, Eriwan, Gümri und Stepanakert.
[...]"
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samedi 28 juin 2008
Vidovdan 28. Juni 2008

Anläßlich des Vidovdan 2008, an dem sich die Schlacht auf dem Amselfeld (1389) zum 619. Mal jährt, wünschen wir dem serbischen Volk Standfestigkeit in der Verteidigung seiner Kosovo und Metohija betreffenden Souveränitätsrechte. „Ich glaube nicht, daß die Albaner die serbische Minderheit und die Heiligtümer auf richtige Weise schützen würden“, erklärte der Patriarch von Moskau und ganz Rußland, Alexej II., im April 2007 und warnte davor, die serbische Provinz Kosovo-Metohija unter albanisch-muslimischer Dominanz in die „Unabhängigkeit“ zu entlassen. In Anbetracht der Vertreibung Hunderttausender von Serben und der Zerstörung von über 100 serbisch-orthodoxen Kirchen und Klöstern seit 1999 konnte (und kann) die Stellungnahme des Oberhaupts der russischen Orthodoxie keinesfalls als eine „panslawistische“ Polemik abgetan werden.
Wenige Tage nachdem der türkische Ministerpräsident Erdogan Anfang Februar 2007 durch eine Polemik gegen die (vermeintlich) drohende „Assimilation” türkischer Einwanderer an die deutsche Mehrheitsgesellschaft hervorgetreten war, übte Deutschland in Gestalt einer Anerkennung der „Unabhängigkeit” des albanisierten Kosovo den Schulterschluß mit der Türkei bei der „Legalisierung” jenes albanisch-muslimischen Nationalismus, unter dessen Gewaltherrschaft seit 1999 Hunderttausende von Nicht-Albanern keineswegs „assimiliert”, sondern ermordet oder vertrieben wurden. Die wenigen Zehntausend im Kosovo verbliebenen Serben müssen, soweit sie nicht in dem infrastrukturell mit dem unbesetzten Serbien verbundenen Norden des Territoriums leben, in ghettoartigen Enklaven ausharren. Die extremistischen albanischen Milizen der UCK sind niemals entwaffnet worden – wie es die (nach wie vor gültige) Resolution 1244 des Weltsicherheitsrates vom 10.6.1999 festlegt! –, sondern in den „zivilen” Strukturen des Kosovo aufgegangen. Dieses wird nunmehr als „unabhängiger Staat“ durch eine „politische Elite“ repräsentiert, die der ehemalige kanadische Botschafter in Belgrad, James Bisset, wie folgt charakterisiert: „Sie haben unter der NATO-Besatzung fast die gesamte nichtalbanische Bevölkerung vertrieben, über 150 christliche Kirchen und Klöster zerstört.“
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