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lundi 2 juin 2014
Eberts Erben, Steinmeiers Kameraden
Im Schulterschluss mit der FDP attackierte die SPD-Fraktion in Rödermark "erfolgreich" einen von der CDU (!) ausgehenden Vorstoß, mit der Benennung eines Weges in Urberach nach Ernst Thälmann eines von den Nazis ermordeten Kommunisten zu gedenken:
"Die Mehrheitsentscheidung der Koalition von CDU/AL am vergangenen Dienstag, in Urberach einen Weg nach Ernst Thälmann zu benennen, war mehr als ein Fauxpas. Die SPD-Fraktion hatte eindringlich davor gewarnt und gegen dieses Ansinnen gestimmt.Umso mehr begrüßt Sie nun die Tatsache, dass sich der Magistrat am kommenden Montag erneut mit dem Thema befassen will und darüber entscheiden möchte, ob am Vollzug dieser Entscheidung festgehalten werden soll oder der Beschluss modifiziert wird.
'Dies ist eine sehr gute Nachricht', so der SPD-Fraktionsvorsitzende Armin Lauer nach Bekanntwerden in der Presse am Samstag. Die anhaltende und starke öffentliche Kritik von Bürgern an dieser Entscheidung, die auch vielen SPD-Stadtverordneten zugetragen worden ist, lasse schlussendlich auch gar keine andere Vorgehensweise mehr zu.
'Die SPD-Fraktion steht einer erneuten Debatte jedenfalls offen gegenüber'. Sie macht aber auch keinen Hehl daraus, dass es ihr am liebsten wäre, die Entscheidung aufzuheben und rückgängig zu machen. Gründe dafür gäbe es zu Hauf. Lauer verwies dabei auf die vorgetragenen Sach-Argumente, die sein SPD-Fraktionskollege Schultheis am vergangenen Dienstag im Stadtparlament mit hohem Sachverstand vorgetragen habe.
Offenbar hätten die Koalitionäre dies bei ihrer Entscheidung pro Thälmamm-Weg jedoch ignoriert und die nachfolgenden öffentlichen Debatten und Reaktionen der Bürgerschaft nach der Entscheidung völlig unterschätzt.
An die Adresse der Koalition aus CDU/AL richtete die SPD-Fraktion dann auch gleich eine Empfehlung. 'Wenn man merkt, dass man einen Fehler gemacht hat, sollte man auch den Mut haben, ihn nachträglich zu korrigieren'. Im vorliegenden Falle wäre dies mehr als angebracht, so Lauer abschließend."
(http://www.spd-roedermark.de/nc/aktuelles/news-anzeige/datum/2014/05/24/debatte-um-thaelmann-weg-spd-begruesst-neue-ueberlegungen-des-magistrates/)
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mardi 6 mars 2012
Hellas contra Deutsch-Europa

Dichtung ...
FOCUS Online, 4.3.2012:
"Die meisten Griechen würden zwar „erkennen, was wir leisten“, sagte Patrick Döring der „Bild am Sonntag“. Einige Politiker aber schimpften lieber auf Europa, anstatt eigene Fehler zu benennen. „Es bedrückt mich, dass Griechenland das einzige europäische Land in Schwierigkeiten ist“, in dem es keine breite Allianz für die Durchsetzung notwendiger Reformen gebe.
„Es ist nicht zu spät für ein Wort des Dankes und Anerkennung für die Solidarität der Deutschen und aller Europäer“, sagte Döring. Und weiter: „So könnte der griechische Staatspräsident zur Mäßigung beitragen, anstatt die Konflikte noch anzuheizen.“ [...]"
... und Wahrheit
Aus einem offenen Brief von Mikis Theodorakis an die internationale öffentliche Meinung, 15.2.2012:
"[...] Wenn man sich noch einmal bewusst macht, dass es unter der deutschen Besatzung in Griechenland eine Million Tote gab und unser Land die totale Zerstörung erlebte – wie sollten wir Griechen die Drohungen von Angela Merkel widerspruchslos erdulden und uns den Bestrebungen Deutschlands beugen, Griechenland einen neuen Gauleiter aufzuzwingen? [...]
Als die SS und der Hunger eine Million Bürger umbrachten und die Wehrmacht das Land systematisch zerstörte, die Güter der landwirtschaftlichen Produktion und den Goldschatz der Banken raubte, retteten die Griechen mit der Gründung einer Bewegung der nationalen Solidarität das Volk vor dem Hungertod. Sie bildeten ein 100.000 Mann starkes Partisanenheer, welches 20 deutsche Divisionen in unserem Land zum Stehen brachte.
Gleichzeitig gelang es den Griechen dank ihres Fleißes nicht nur zu überleben, sondern es kam unter den Bedingungen der Besatzung sogar zu einer enormen Entwicklung im Bereich der neugriechischen Kunst, speziell auf dem Gebiet der Literatur und der Musik. Griechenland wählte den Weg der Selbstaufopferung für die Freiheit und entschied sich gleichzeitig, überleben zu wollen.
Genauso wie damals üben wir jetzt Solidarität untereinander, leisten Widerstand und werden überleben – in der Gewissheit, dass das griechische Volk sich behaupten wird. [...]
Einige drohen, uns aus Europa hinauswerfen zu wollen. Wenn Europa uns nicht in seiner Gemeinschaft will, dann werden wir wohl auf dieses Merkel-Sarkozy-Europa verzichten müssen.
Heute, am Sonntag, den 12. Februar, bereite ich mich gerade darauf vor, an der Demonstration teilzunehmen, zusammen mit Manolis Glezos, dem Helden, der 1942 die Hakenkreuzfahne von der Akropolis herunter holte und so das Signal für den Widerstand gegen Hitler setzte. In den Straßen und auf den Plätzen werden sich hunderttausende Bürger versammeln, die ihren Protest gegen die Regierung und die Troika bekunden wollen. [...]"
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