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jeudi 3 février 2011

Muslimbrüder und -schwestern in Aktion


Daß im Vergleich zu dem Gros der deutschen Sympathisanten der "arabischen Revolution" (Jürgen Elsässer) Präsident Mubarak ein lupenreiner Republikaner genannt werden muß, führt der folgende Aufruf vor Augen:

DIE LINKE. Stuttgart unterstützt die Forderungen der Mehrheit der Ägyptischen Bevölkerung:

Rücktritt Mubaraks und des Parlaments; Gewährleistung aller Persönlichkeitsrechte, Menschenrechte und demokratischer Rechte; eine neue Verfassung; freie und faire Wahlen; die Wiederherstellung des Zugangs zu allen Kommunikationsnetzwerken; den sofortigen Verzicht von Gewalt seitens der Polizei gegenüber Demonstranten und Journalisten; die Freilassung aller, die vom Regime Mubarak aufgrund ihres politischen Engagements inhaftiert wurden.

Es sprechen:

# Ian Portman, Palästinakomitee Stuttgart
# Annette Groth, menschenrechtspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktionder Partei Die Linke
# Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski.
# Oskar Lafontaine, saarländischer Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke
und weitere Rednerinnen und Redner
,

für deren erstere ein Frauendeck auf dem Podium nicht fehlen darf. In den Worten Bert Brechts: "Blut und Dreck in Wahlverwandtschaft / Zog das durch die deutsche Landschaft / Rülpste, kotzte, stank und schrie: / FREIHEIT und DEMOCRACY!"

mercredi 31 décembre 2008

Deutsche Zivilgesellschaft (1)


Zu einem Sprachrohr des postnazistischen deutschen Mobs, der im Frühjahr 1999 an der Bombardierung Jugoslawiens nur zweierlei auszusetzen hatte: daß sie zu spät erfolgt sei (so etwa Günter Grass) und nicht auf Tel Aviv ausgedehnt wurde, hat sich Evelyn Hecht-Galinski gemacht:

"Nicht die gewählte Hamas-Regierung, sondern die brutalen Besatzer, nämlich die Regierung eines radikal-jüdischen Staates gehören vor das Haager Kriegstribunal." (Zit. nach jW, 31.12.2008)

Daß das International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia (ICTY), das die antiisraelische Publizistin hier offenbar im Auge hat, zu profaschistischen Zwecken, nämlich zur Stigmatisierung der Serben Bosniens und der Krajina sowie der "radikal-jugoslawischen" Bundesrepublik als Aggressoren und Völkermörder eingerichtet wurde, scheint auch Hecht-Galinski nicht entgangen zu sein - weshalb sie mit guten Gründen annimmt, daß das Jugoslawien-Tribunal, würde es mit dem Nahost-Konflikt betraut und seinen islampolitischen Maximen treu bleiben, Repräsentanten der israelischen Republik verurteilen (oder ohne Verurteilung in Haft sterben lassen) und solche der "palästinensischen" Sektion der Muslimbruderschaft freisprechen würde.