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vendredi 4 avril 2014

BHLisierung der "Ideologiekritik": Joseph Martin Fischers "antideutsche" Epigonen

Im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Abschluss der KONKRET-Tagung "zur Lage Israels im Kontext des sogenannten Nahostkonflikts" am 22./23. Februar 2014 bemerkte Thomas Ebermann:

"(...) Aber eigentlich ist es nur ein riesiger Haufen Müll, was der sogenannte antideutsche Bellizismus in den letzten zehn Jahren produziert hat. Müll. Ich sollte mich über den Einmarsch in Afghanistan freuen, weil da dann Fanta statt Fatwa kommt, ich sollte davon überzeugt sein, daß der Krieg der USA gegen Saddam Hussein dort eine blühende Demokratie bringt, ich sollte mich freuen, als in der Uno beschlossen wurde, daß Gaddafi weggebombt wird.

Objektiv hat Joschka Fischer, der den Krieg gegen das Böse als Lehre aus Auschwitz demagogisch postuliert hat, in dieser Szene gewonnen. Besonders naseweis sind immer wieder Artikel, die dann auch noch betonen, daß Israel versagt, weil es die Chancen, die etwa im arabischen Frühling liegen, wieder übersehen hat. (...)"

vendredi 14 juin 2013

Zitelmann 2.0: Denunziant Pro Deutschland


Power of Will, 12.6.2013:

"Vor etwa vier Jahren nahm sich Alan Posener das damals gerade erschienene, von antiisraelischen Ausbrüchen durchzogene Islamismusbuch des Historikers Ernst Nolte vor. Er machte damit, was man damit nur machen konnte: kurzerhand drückte er den “Bullshit”-Button. Heute plaudert Posener mit dem Nolte-Fan Mathias Brodkorb über Islamophobie.

Posener, der schrieb früher doch ganz vernünftige Sachen. Wie die meisten Transatlantiker. Posener war so eine Art Mini-Hitchens. Als alter Maoist, der inzwischen zu den Liberalen (was immer man in Deutschland so unter “liberal” versteht) übergelaufen war, übersetzte er eine Weile manche “Slate”-Kolumnen von Christopher Hitchens für die “Welt”. Besonders in den 2000er Jahren hatte der ebenso von der radikalen Linken kommende, inzwischen leider verstorbene “liberal hawk” eine besonders anziehende Wirkung auf viele sich “liberal” gebende deutsche Publizisten [...] (Hitchens kann im Übrigen nicht gerade als besonders israelsolidarisch angesehen werden). So passte es dann auch, dass Posener Hitchens in seinem Atheismus nacheiferte und ganz tapfer gegen Papst Benedikt XVI. zu Felde zog. Freilich blieb Posener im Vergleich zu Hitchens in jeder Hinsicht immer eine Maus – das würde er selbst wohl auch nicht bestreiten.

Letzte Woche nun erkannte er die “Antideutschen” – was auch immer genau er darunter sich vorstellt – als ein ernsthaftes Problem der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Posener hatte sich geärgert, daß mein Freund Daniel Leon Schikora, Sprecher der DIG-Hochschulgruppe Rostock, mit einem facebook-Posting ihn an seine Brodkorb-Connection erinnerte. Daniel, dessen Hochschulgruppe vor einigen Monaten ein Ranking der Antisemiten Mecklenburg-Vorpommerns veröffentlichte [...], führt in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Bahamas die Causa Brodkorb näher aus.

Schwachsinn, der Mann hat keinen blassen Schimmer von dem, wovon er schreibt, hätte man sagen können. Nichtsdestotrotz schlug Poseners brechend schlechter Text im Netz einige Wellen. [...] Alan Posener ist derweil derart verbissen in seinem hilflosen Versuch, gegen “Antideutsche” zu polemisieren, daß er sich in einem weiteren Beitrag um Kopf und Kragen redet.

“Linksradikale” ins Visier zu nehmen, ist in der Nähe zum Israelhasser Brodkorb und in einer Reihe mit Ernst Nolte und Jürgen Elsässer vielleicht das einzige, was ihm übrigbleibt. Posener ist kein Mini-Hitchens. Eher ähnelt sein Werdegang sehr dem von Rainer Zitelmann. Sie erinnern sich? Wie Posener ein alter Maoist, hatte Zitelmann 1986 mit einer Arbeit über den Führer bei Ernst Nolte (!) promoviert. Später schrieb er für die “Welt” (!!) - als Ressortleiter Zeitgeschichte. Seinen publizistischen Höhepunkt hatte Zitelmann, der heute in Immobilien macht, Mitte der Neunziger Jahre mit dem Bemühen, eine “demokratische Rechte” zu etablieren und Linkstendenzen in den Medien anzuprangern. Posener ist um die Deutsch-Israelische Freundschaft bemüht und ächzt gegen die, die ihm seine Allianz mit echten Israelfeinden vorhalten. Vielleicht ist es ja für Immobilien noch nicht zu spät."

vendredi 10 mai 2013

Zum 80. Jahrestag der nazistischen Bücherverbrennung

(...) Unter den Kernsprüchen der deutschen Faschisten haben sich die Sowjetleute vor allem einen gemerkt; er findet sich in einem offiziellen Kalender der Deutschen, hat von dort aus nicht nur das Deutsche Reich, sondern also auch den gesamten Osten erobert und lautet: 'Nie kann ein Mann von deutschem Wesen / Ein Intellektueller sein.' Da nun von den Sowjetleuten jeder, Bauer, Arbeiter und Soldat, danach trachtet, Intellektueller zu sein, sehen sie notwendig in dem deutschen Faschisten das feindliche Prinzip. Sie empfinden gegen ihn nicht eigentlich Haß, eher Widerwillen wie vor einem lästigen, giftigen Insekt. (...) Man sieht dem Krieg als einer bitteren Notwendigkeit entgegen, verdrießlich, doch seiner Sache sicher, so wie einer schmerzhaften Operation, die man über sich ergehen lassen muß, deren guter Ausgang aber verbürgt ist. (...) (Lion Feuchtwanger, 1937)

mardi 17 juillet 2012

Orbans Flugverbotszone


Die beste Ideologiekritik schreibt noch immer die Neue Nato, so, indem sie die Erben des Genozids in der Vojvodina vom Januar 1942 ersucht, die Kontrolle des Luftraums über Kosovo-Metohija zu übernehmen:

"Der Nordatlantikrat hat Ungarn ersucht, im März 2013 den Luftraum über dem Kosovo zu eröffnen und den dortigen Flugverkehr zu leiten, wie ungarische Medien am Mittwoch berichteten. Ungarns Staatssekretär im Außenministerium, Zsolt Nemeth, bezeichnete den Auftrag als 'bedeutenden diplomatischen Erfolg'. Laut Nemeth gelte es auch im internationalen Vergleich als 'beispiellose Lösung', dass ein Nicht-Nachbarstaat [Ungarn ist durchaus ein Nachbarstaat Serbiens; Anm. von Daniel Leon Schikora] die Lenkung eines Luftraums als 'Ferndienst' ausführe." (krone.at, 20.6.2012)

Wer 1998/99 Ja zu Fischer sagte, sagte Ja zur gegenwärtigen "Flugverbotszone" der Pfeilkreuzler.

dimanche 1 avril 2012

Toulouse: Von einem antisemitischen Verbrechen zu einem antirepublikanischen (deutschen) Erinnerungsort?


Die JW vom 29.3. titelt:

Frankreich hält Händchen. Wahlkampf nach dem Terroranschlag

Die "Antifa"-Perspektive des Blattes, in der die Sorge um jüdisches Leben bestenfalls an zweiter oder dritter Stelle rangiert, äußert sich, ebenfalls auf S. 1, in der folgenden Ankündigung der "Themen-Seiten" zu Frankreich:

Zur befürchteten Hetze gegen muslimische Migranten ist es trotz des Wahlkampfs in Frankreich nicht gekommen. Ist der Rassismus etwa auf dem Rückzug?

In dieser Logik sind nicht nur Islamisten, sondern auch klassische Nazis lupenreine Antirassisten: Morde an Juden nehmen die mit größtmöglicher Gelassenheit auf.

Oder liegt es vielmehr daran, dass der jihadistische Attentäter von Toulouse nicht nur Juden, sondern auch Muslime erschoss?

Es sei denkmöglich, so die Botschaft, dass der französische Republikanismus auch anlässlich der antisemitischen Bluttat in Toulouse seine judäophilen und islamophoben Affekte hemmungslos würde ausgelebt haben, hätte ihm nicht der jihadistische Mörder Mohammed Merah selbst einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er "nicht nur Juden" ermordete. Die List der Vernunft, eine linksdeutsche Postille vermag sie sich nicht anders vorzustellen denn als einen Mörder von Juden und Muslimen, dessen Handeln die "Islamophobie" ad absurdum zu führen geeignet sei.

lundi 6 décembre 2010

Plurale Linke skurril: Zwischen Israel- und Israelkritik-Solidarität


Wahr ist, daß in KONKRET 12/2010 der folgende Leserbrief zum Artikel "Volksgenossen" von Philipp Schmidt und der Promedia-Anzeige in KONKRET 11/2010 veröffentlicht wurde (gekürzt allerdings um den die Verkäuflichkeit Zuckermannscher "Israel-Kritik" betreffenden sechsten Absatz).

In KONKRET 11/2010 kommentiert Philipp Schmidt die Stellungnahmen des SPD-Bundesvorsitzenden in der Causa Thilo Sarrazin:

"Sigmar Gabriel jedenfalls ist seinem erklärten Ziel in den vergangenen Wochen ein ganzes Stück nähergekommen. Seit an Seit schreiten die Genossen dorthin, wo es manchmal riecht - meistens jedoch aufs Erbärmlichste stinkt." (S. 16)

Auf der nächsten Seite bewirbt Promedia ein Buch mit dem folgenden Text:

"'Längst schon ist die lustvoll heteronome Verwendung von 'Antisemitismus' als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus in 'eine fürchterliche Epidemie wie die Cholera' umgeschlagen. Ob man diese Epidemie heilen kann, wird sich erst erweisen müssen. Zu offensichtlich kommen gerade die zu Schaden, welche die Träger der anti-antisemitischen Farce meinen, 'beschützen' zu sollen.'"

Dass es die Kritiker des Antizionismus seien, die den Zorn der Antisemiten auf die Juden lenken, hört und liest man gern an Stammtischen der SPD, Möllemann-verherrlichender "Liberaler" und andernorts, wo es "meistens [...] aufs Erbärmlichste stinkt".

So ist naturgemäß überall dort, wo bereits die schiere Wahrnehmung des Rechtes auf Meinungsfreiheit durch Nicht-Israelkritiker als Ausdruck herrschaftlichen Zwangs, als "Moralkeule", erscheint, Moshe Zuckermanns "'Antisemit!' Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument" bestens verkäuflich.

Als langjährige KONKRET-Abonnenten wissen wir den Anspruch zu schätzen, Grenzüberschreitungen von der Polemik zur Hetze, mithin vom Kommunismus zum Faschismus Einhalt zu gebieten. Wir gehen hierbei selbstverständlich davon aus, dass KONKRET, diesem Anspruch verpflichtet, das genannte Inserat ausschließlich zu Dokumentationszwecken veröffentlicht hat.

Mark P. Haverkamp, Mannheim
Daniel Leon Schikora, München

Wahr ist ebenfalls, daß die Redaktion (unter der Rubrik Von konkret, S. 4) Zuckermann "ganz im Ernst" bescheinigt, daß er "in seinem Buch 'Antisemit!' den Antisemiten die Arbeit abnimmt".

Unwahr ist allerdings, daß KONKRET, um der Grenzziehung von der Polemik zur Hetze, vom Kommunismus zum Faschismus die Krönung aufzusetzen, darauf verzichtet hätte, in derselben Ausgabe, wiederum auf S. 17, das Inserat von Promedia erneut zu veröffentlichen.

samedi 28 novembre 2009

Dokumentation: Absage an "Diskussion mit dem ohnehin Kritikunwürdigen"

Die Bielefelder AJZ-Linke hat mal wieder das Gerücht über den Juden, den Antisemitismus also, mobilisiert. „Dennoch glaubt Költer (von der Antifa AG, T.L.) fest daran, dass auch künftig eine Zusammenarbeit der Antifa-AG mit dem Zentrum möglich ist: »Wir werden die Diskussion suchen und sind zuversichtlich, dass sich die Vorwürfe ausräumen lassen.«“ (http://jungle-world.com/artikel/2009/48/39846.html)
Ja, so kennt man sie, die Appeasement-„Antideutschen“. „Der zerbrochene Krug geht so lange zum Brunnen, bis dieser versiegt ist.“ (Paul Celan)

Von der gleichen Toleranz, die hier als Nichts denn Ignoranz sich zeigt, zeigten vor Kurzem sich die Hamburger Vertreter des selben Milieus (die ihr Reproduzieren des Allermindesten tatsächlich für ein Steigern der Kritik dem Höhepunkt zu, hypostasiert: „Kritikmaximierung“, ausgeben), als sie nicht mal im Angesicht antiimperialistischer Schläger, also des schlechthin Bösen, die Polizei zu Hilfe riefen. Links sein heißt scheinbar, auch mit besserem Wissen statt über Erfahrungen wesentlich über Reflexe zu verfügen. In Bielefeld sind diese natürlich, so wie alles dort, noch etwas hässlicher: man ergreift nicht nur nicht die gebotenen Maßnahmen gegen die Antisemiten, sondern sucht auch noch den "kritischen" Kontakt zu ihnen.

Dem zum Trotz und in aller Zuversicht, dass sich die Vorwürfe nicht werden aus-, sie meinen beiseite räumen lassen, werden die einzigen Antifaschisten Bielefelds demnächst weiterhin nicht die Diskussion mit dem ohnehin Kritikunwürdigen suchen, sondern mit einer Intervention in Form einer Veranstaltung die unnütze Israelsolidarität von Antifas und AGs aufs Korn nehmen. Denn es geht um Israel.

Gruppe 8. Mai Bielefeld

mercredi 16 septembre 2009

Ex negativo

"Dass dem Islam zugute gehalten wird, praktisch und nicht spitzfindig und 'verkopft' zu sein, ist ein untrügliches Zeichen seines barbarisch-geistfeindlichen Potentials. Dass dem Christentum wie dem Judentum von derselben Seite vorgehalten wird, zu sehr den Geist zu hypostasieren, spricht indirekt das Kompliment für beide Theologien aus: Dass sie nämlich aus bloßem Naturalismus herausführen, das Instrumentarium der Reflexion zu benutzen verstehen." (Philippe Witzmann in BAHAMAS 58 [Herbst 2009], S. 72 [Die Islam-Verharmloser. Der "neue Atheismus" ist pseudo-anthropologisch und stramm anti-jüdisch, S. 70-73])

samedi 5 septembre 2009

Plädoyer für Ideologiekritik

RIA Novosti, 4.9.2009:

"Im Nordkaukasus gibt es laut dem russischen Polizeigeneral Aslambek Aslachanow ein einheitliches Untergrund-Zentrum, das für die Koordinierung der Terroristenbanden in Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan sorgt.

In einem Gespräch mit RIA Novosti verwies Aslachanow, der Präsident des Verbandes der Polizei- und Geheimdienstmitarbeiter ist, auf die neue Erscheinung im Kaukasus: Männliche Selbstmordattentäter. „Das zeugt von einer neuen Ideologie der Terroristenausbildung und berechtigt zu der Annahme, dass es ein einheitliches Koordinierungszentrum der terroristischen Gruppen gibt.“

Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Terrorismus im Kaukasus sollte man der Jugendarbeit mehr Aufmerksamkeit widmen sowie für mehr neue Arbeitsplätze sorgen und über die Grundlagen des Islam aufklären, sagte der General, der 2010 sein neues Buch „Die Evolution des Weltterrorismus“ herausgeben will."

[Hervorhebung von mir, Daniel L. Schikora]