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vendredi 14 juin 2013
Zitelmann 2.0: Denunziant Pro Deutschland
Power of Will, 12.6.2013:
"Vor etwa vier Jahren nahm sich Alan Posener das damals gerade erschienene, von antiisraelischen Ausbrüchen durchzogene Islamismusbuch des Historikers Ernst Nolte vor. Er machte damit, was man damit nur machen konnte: kurzerhand drückte er den “Bullshit”-Button. Heute plaudert Posener mit dem Nolte-Fan Mathias Brodkorb über Islamophobie.
Posener, der schrieb früher doch ganz vernünftige Sachen. Wie die meisten Transatlantiker. Posener war so eine Art Mini-Hitchens. Als alter Maoist, der inzwischen zu den Liberalen (was immer man in Deutschland so unter “liberal” versteht) übergelaufen war, übersetzte er eine Weile manche “Slate”-Kolumnen von Christopher Hitchens für die “Welt”. Besonders in den 2000er Jahren hatte der ebenso von der radikalen Linken kommende, inzwischen leider verstorbene “liberal hawk” eine besonders anziehende Wirkung auf viele sich “liberal” gebende deutsche Publizisten [...] (Hitchens kann im Übrigen nicht gerade als besonders israelsolidarisch angesehen werden). So passte es dann auch, dass Posener Hitchens in seinem Atheismus nacheiferte und ganz tapfer gegen Papst Benedikt XVI. zu Felde zog. Freilich blieb Posener im Vergleich zu Hitchens in jeder Hinsicht immer eine Maus – das würde er selbst wohl auch nicht bestreiten.
Letzte Woche nun erkannte er die “Antideutschen” – was auch immer genau er darunter sich vorstellt – als ein ernsthaftes Problem der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Posener hatte sich geärgert, daß mein Freund Daniel Leon Schikora, Sprecher der DIG-Hochschulgruppe Rostock, mit einem facebook-Posting ihn an seine Brodkorb-Connection erinnerte. Daniel, dessen Hochschulgruppe vor einigen Monaten ein Ranking der Antisemiten Mecklenburg-Vorpommerns veröffentlichte [...], führt in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Bahamas die Causa Brodkorb näher aus.
Schwachsinn, der Mann hat keinen blassen Schimmer von dem, wovon er schreibt, hätte man sagen können. Nichtsdestotrotz schlug Poseners brechend schlechter Text im Netz einige Wellen. [...] Alan Posener ist derweil derart verbissen in seinem hilflosen Versuch, gegen “Antideutsche” zu polemisieren, daß er sich in einem weiteren Beitrag um Kopf und Kragen redet.
“Linksradikale” ins Visier zu nehmen, ist in der Nähe zum Israelhasser Brodkorb und in einer Reihe mit Ernst Nolte und Jürgen Elsässer vielleicht das einzige, was ihm übrigbleibt. Posener ist kein Mini-Hitchens. Eher ähnelt sein Werdegang sehr dem von Rainer Zitelmann. Sie erinnern sich? Wie Posener ein alter Maoist, hatte Zitelmann 1986 mit einer Arbeit über den Führer bei Ernst Nolte (!) promoviert. Später schrieb er für die “Welt” (!!) - als Ressortleiter Zeitgeschichte. Seinen publizistischen Höhepunkt hatte Zitelmann, der heute in Immobilien macht, Mitte der Neunziger Jahre mit dem Bemühen, eine “demokratische Rechte” zu etablieren und Linkstendenzen in den Medien anzuprangern. Posener ist um die Deutsch-Israelische Freundschaft bemüht und ächzt gegen die, die ihm seine Allianz mit echten Israelfeinden vorhalten. Vielleicht ist es ja für Immobilien noch nicht zu spät."
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dimanche 25 janvier 2009
Antimodernisten im Clinch
Aus der jW vom 26.1.2009:
"Papst geht auf Holocaustleugner zu
Nach über 20 Jahren hat Papst Benedikt XVI. die Exkommunizierung von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft Pius X. des 1991 verstorbenen französischen Erzbischofs Marcel Lefebvre aufgehoben. Die Entscheidung vom Samstag sorgte in der jüdischen Gemeinschaft für Empörung, weil einer der Bischöfe, der Brite Richard Williamson, jüngst in einem Interview den Holocaust geleugnet hatte. Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt wegen Volksverhetzung."
Wäre Richard Williamson zum Islam (am besten zur Schia) übergetreten und hätte er anschließend seine in dem genannten Interview geäußerten Ansichten ostentativ bestätigt, so würde er dem Pontifex (den der durchschnittliche jW-Leser im Zweifel den "Kreuzfahrern" zurechnen dürfte) zum jW-Ehrentitel "Antiimperialist des Tages" verholfen haben.
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dimanche 23 mars 2008
Zwei Blechtrommler

NZZ Online, 20.3.2008:
"In Anspielung an den Abdruck der [Mohammed-]Karikaturen im Februar erklärte Bin Ladin: «Ihr habt es in eurem Unglauben übertrieben, indem ihr diese beleidigenden Zeichnungen veröffentlicht habt. Das ist das grösste und gefährlichste Unglück und das Urteil dafür wird entschlossener ausfallen.»
Die Karikaturen seien Teil eines «neuen Kreuzzugs» gegen den Islam, in dem der Papst eine besondere Rolle spiele. «Die Antwort wird sein, was ihr seht und nicht, was ihr hört», fuhr der Al-Kaida-Führer fort."
FAZ.NET, 9.2.2006:
"Der deutsche Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ scharf kritisiert. „Es war eine bewußte und geplante Provokation eines rechten dänischen Blattes“, sagte der Schriftsteller in einem Interview mit der spanischen Zeitung „El País“ (Donnerstag-Ausgabe). Den Blattmachern sei bekannt gewesen, daß die Darstellung Allahs oder Mohammeds in der islamischen Welt verboten sei. „Sie haben aber weitergemacht, weil sie rechtsradikal und fremdenfeindlich sind.“"
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