vendredi 29 août 2008

Visa-Joschka wieder einmal um Ukraine besorgt


Am 14. August 2008 bietet DIE ZEIT einem erfahrenen deutschen Osteuropa-Politiker ein Forum:

"Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hat dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili eine Mitschuld am Ausbruch des Krieges gegen Russland gegeben. 'Der georgische Präsident Saakaschwili hat politisches Hasard gespielt und verloren', sagt Fischer der ZEIT."

[Merke: Wenn Saakaschwili Südossetien mit Krieg überzieht, trägt er daran - Fischer zufolge - immerhin eine Mitschuld - während der deutsche Ex-Außenminister gewiß nicht auf die Idee käme, den serbischen Opfern der unprovozierten Luftangriffe der Nato im Frühjahr 1999 lediglich eine Teilschuld an den Verbrechen zu bescheinigen, die unter deutscher Beteiligung an ihnen verübt wurden.]

"Fischer setzt sich dafür ein, 'ein erneutes Einfrieren der beiden Konflikte um Südossetien und Abchasien zu erreichen'. Eine Lösung der Krise sehe er 'auf lange Zeit nicht ... Andererseits wird der Westen und vor allem Europa niemals eine Rückkehr Russlands zur Großmachtpolitik hinnehmen dürfen. Wir sollten jetzt sehr acht auf die Ukraine geben!'"

1 commentaire:

KJ a dit…

Alles schon recht, aber die NATO-Angriffe von damals machen die russischen Übergriffe von heute auch nicht richtig. Verwunderlich ist allerdings, wie wenig die Analogie gesehen wird - wobei aber auch jede Situation für sich beurteilt werden muss. Die pure Parallelität der Ereignisse (Großmacht spielt Schutzherren einer Minderheit gegen deren Staat) sagt nicht alles über die Legitimität des Vorgehens. Diese kann durchaus vorliegen, muss aber nicht immer vorliegen.