vendredi 18 novembre 2011

"... schneller raus ...": Erwin Sellerings Sehnsucht nach globaler Unstaatlichkeit


Wo der schwerdeutsche Anti-Extremist Mathias Brodkorb Bildungsminister einer rot-schwarzen Koalitionsregierung werden kann, nimmt es nicht wunder, wenn der Ministerpräsident, einen Beitrag des Landes zur Weltinnenpolitik zu leisten, offenherzig zu Protokoll gibt, dass er "unsere[n] Soldatinnen und Soldaten" nicht zumuten will, etwa für Leben und körperliche Unversehrtheit von Afghanen gegenüber den Taliban-Banditen auch dann einzutreten, wenn die von seinesgleichen seit zehn Jahren offenbar "erfolgreich" auf "Friedensmacht-Deutschland"-Politiken (siehe: "Zum 5. Jahrestag des 15. Februar 2003", 15.2.2008) eingeschworene "Mehrheit der Menschen in Deutschland" dies nicht wünscht:

"Ministerpräsident Erwin Sellering hat heute im Landtag seine Forderung nach einem schnellen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan erneuert. 'Der Afghanistan-Einsatz hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Deutschland befindet sich dort heute im Krieg. Es ist an der Zeit, dass Bundesregierung und Bundestag zu einer neuen Bewertung kommen. Es ist an der Zeit, den Einsatz so schnell wie möglich zu beenden und unsere Soldatinnen und Soldaten nach Hause zu holen.'

Sellering erinnerte daran, dass mehr als zwei Drittel der Deutschen dem Afghanistan-Einsatz ablehnend gegenüber stehen. 'Die Bundesregierung und der Bundestag wären klug beraten, wenn sie auf die Mehrheit der Menschen in Deutschland hören würden.'

Zur Ankündigung der Bundesregierung, die Truppenstärke in Afghanistan zu reduzieren, sagte Sellering: '1.000 Soldatinnen und Soldaten weniger bis Anfang 2013 – das ist viel zu langsam und viel zu wenig. Wir müssen schneller raus aus Afghanistan. Es kann nicht sein, dass die letzten deutschen Soldaten erst 2014 oder noch später in ihre Heimat zurückkehren.'"

(Pressemeldung "Sellering fordert schnellstmöglichen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan" vom 16.11.2011)

Zeitgleich mit der Debatte über Rechtsterrorismus in Deutschland propagiert der Ministerpräsident eines ostdeutschen Landes mit ausgeprägten neofaschistischen Parallelstrukturen in Teilen seines Territoriums erneut unverhohlen die Auslieferung Afghanistans an Mörder und Faschisten.

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