lundi 23 juin 2008

Nicolas Sarkozy: Atomare Aufrüstung der Ajatollahs nicht hinnehmbar


In der Tradition des Sozialisten François Mitterrand (Staatspräsident 1981-95) sucht nun Nicolas Sarkozy Frankreich aus den Fesseln jener in den 1960er Jahren unter Verantwortung des ersten Präsidenten der V. Republik, Charles de Gaulle (1958-69), eingeleiteten - und zuletzt unter Jacques Chirac (1995-2002) ostentativ zur Schau getragenen - Nahost-Politiken zu befreien, die einseitig auf die arabische Karte setzten (und innenpolitisch auf diese Weise Franzosen arabischen Ursprungs in ihren "antizionistischen" Ressentiments zu bestärken geeignet waren). RIA Novosti berichtet:

"Frankreich hält einen Aufstieg Irans zur Atomwaffen-Macht für unannehmbar und garantiert Israel Unterstützung im Kampf gegen diese Gefahr. Das sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy am Montag in Tel Aviv.

'Ein atomar bewaffneter Iran ist unannehmbar. Frankreich war immer ein Freund für Israel und wird auch weiterhin jenen im Wege stehen, die zur Vernichtung Israels aufrufen', sagte Sarkozy vor dem israelischen Parlament, der Knesset. Israel stehe nicht einsam im Kampf gegen die iranischen Atom-Ambitionen, äußerte der französische Präsident und löste einen stürmischen Beifall aus.

Sarkozy war am Sonntag zu einem dreitägigen Besuch in Israel eingetroffen. Er ist der zweite französische Präsident nach Francois Mitterrand, der in der Knesset referieren durfte. Während seiner Reise will Sarkozy auch das West-Jordanland besuchen und mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammentreffen."

1 commentaire:

Anonyme a dit…

Sehr gut! Zu dem ganzen Geraune, wonach Ahmadinedschad eigentlich ganz harmlos sei ("Falschübersetzung") lohnt sich vielleicht ein Blick darauf, wie staatlöiche iranische Sender sein Zitat verstehen, siehe
http://forum.politik.de/forum/showthread.php?t=204684