mercredi 13 février 2008

Antiimps im Clinch?


Völkerfrühling im Rahmen des braun-rot-grünen Protests gegen die 44. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik - ein Transparent von 'Nato-Kritikern' stellt die souveräne Existenz Israels in einen Zusammenhang mit dem Gebot dreier neuer Staatsgründungen:

"Die Tschetschenen, Kurden und Palästinenser haben das Recht auf einen eigenen Staat! Nicht nur das israelische Volk"


Die Botschaft der deutschen 'Antiimperialisten' ist eindeutig: Wenn es schon machtpolitisch unmöglich ist, die israelische Republik auszulöschen und die Juden ins Mittelmeer zu treiben, sollen zum Ausgleich wenigstens drei weitere muslimische Staatswesen ins Leben gerufen werden dürfen. (Für die Sahrauis gilt dies in 'antiimperialistischer' Perspektive nicht. Denn die Westsahara befindet sich unter der Obhut König Mohammeds VI., eines auch durch die spanische "Links"regierung Zapatero umworbenen wackeren islamischen Kämpfers gegen den 'kulturellen Imperialismus' Europas in Gestalt des universalen Geltungsanspruchs der Menschen- und Bürgerrechte.) Ungeachtet dessen stellt das Statement zumindest weltpolitisch-strategisch einen unverzeihlichen Fauxpas dar: Die iranische Sektion der Antiimps, die Ahmadinedjad, Rafsandjani und Chatami, dürfte wenig Verständnis aufbringen für die (wenn auch mutmaßlich rein rhetorische) Berufung ihrer deutschen Kollegen auf das nationale Selbstbestimmungsrecht der Juden sowie jenes der Kurden.

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